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Wie ich auf die Maschine gekommen bin?


Oh, das fing ganz langsam an, mit einem steinalten, von der Straße geschnorrten Peugeot-Mofa, vorne und hinten ohne Federung, aber dafür mit Felgenbremse (sic!) und einem tollen Türkis, wie man es manchmal noch auf alten Autos von Peugeot aus den 70ern sieht. Nach dem dritten Polrad war dann aber Schluß, und der doppelte Keilriementrieb war auch nicht das Gelbe vom Ei: Am Ende mußte ich die Riemenscheibe mit dem ausgeschnittenen Boden eines Plastikeimers korsettieren, damit überhaupt noch was ging.


Dann kam die Vespa 50 N, die zwar ein wunderschönes Gefährt war, aber das schrauberunfreundlichste, was ich je gesehen habe. Mein begnadeter Bruder hat es einmal geschafft, eine 50 N mit 135 ccm Marke Eigenbau so richtig schön zu tunen: Nämlich mit 'ner Lachgaskartusche, so daß dieses Wrack annähernd 140 lief. Der Nachteil an dieser Sache: Die Lachgaszufuhr wurde durch den zweckentfremdeten Ausschalter gesteuert, und dann ging für etwa 30 Sekunden alles oder nichts. Das Ende dieses fantastischen Gefährts war abzusehen: Brudi verleiht die Vespa an irgendeinen Deppen, der will es vor einer Mauer parken - und Tschüss!
Trittst Du auf mein Bodenblech, tret' ich Dir die Hoden wech. Danach war dann Ende mit Rollern...


Als nextes kam mir die scheußliche MT-8 von Honda unter den Hintern. Spottbillig erworben (Ex-Fahrschule), doch nie geliebt. Praktisch war daran nur der 10 PS-Satz und damit die billige Zulassung. Zum Durch-die-Stadt-Rutschen aber ausreichend. Das Beste war noch die Winterausrüstung: Ich habe mir modifizierte Kinderski federnd an der Schwinge angebracht. Damit konnte man im Schnee immerhin mit rund 40 Sachen rechte Haken schlagen. Diese Maschine wurde nach Belgien "exportiert", ohne daß ich davon etwas wußte. (Von wegen: Kaum gestohlen, schon in...)


Die CB 350 Four. Ist sie nicht ein wahre Schönheit? Kompakt, fett, barock, aber durchaus gelungen. Ein Klassiker. Die nächste Maschine war ein richtiges Schätzchen: Eine silberne Honda CB 350 Four aus dem ehrwürdigen Jahre 1973 (EZ 1974, also nach der Ölkrise). In Deutschland wurde sie relativ selten verkauft. Sie hatte (käfermäßige) 34 PS, schaffte gerade mal 155 Sachen (laut Tacho 160), aber war eine wahre Schönheit. Im Anzug war sie natürlich besser als ein Käfer. Sie verschied nach etwa einem Jahr unter meiner Ägide mitten auf der Autobahn wegen eines Steuerkettenrisses und anschließenden Folgeschäden. Und wie das immer so ist: Auf dem Weg in den Urlaub, yeah, I 've got the Blues...
Die CB 350 F wurde allerdings restauriert und steht heute als Weekendmaschine bei meinem Onkel (Vor- und Nachbesitzer), der sonst eine CB 750 Four fährt (vor kurzem noch bis zu den Lofoten!). Klasse übrigens sein Argument, die Maschine nackt, sprich ohne Verkleidung oder Kanzel zu fahren: "Erstens sieht es besser aus [dem kann ich mich ja noch anschließen] und zweitens würde ich dauernd viel zu schnell fahren, weil der Winddruck fehlt." Tja... Dank auch ihm, der mich frühzeitig ans Motorradfahren gebracht hat:
Gelernt habe ich es mit zarten dreizehn Jahren auf dem Salzburgring anläßlich des Elefantentreffens. Und zwar auf ebendieser CB 350 F. Schon merkwürdig, wenn Du auf der ersten Runde Deines Lebens auf einer Rennpiste fährst und dabei rechts und links von Crossern auf dem Kiesbett überholt wirst...


Dann kam die bekannte lange Diaspora, in der man meistens Auto fährt, und irgendwann hat es mich so gezwiebelt, daß ich eines Tages dachte: Jetzt oder nie. Und nix mehr mit Schrauben. Und dann lieh mir meine Freund Clemens seine XJ 600 für eine Woche aus, um rund um Frankfurt die Gegend unsicher machen zu können. Heute fährt er eine brandneue Yamaha TRX (Ducati Morgana, die zweite). Er kann sich noch heute darüber amüsieren, wie er mich wieder angefixt hat... Das Ergebnis seht Ihr auf der passenden Seite. Voilà!


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