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Technische Daten EZ 4/85 Typ 41 Y 87 PS / 64 kw Vier Zylinder Fünfgang-Getriebe Leergewicht 245 kg 208 km/h laut Papieren, 220 km/h laut Tacho Verbrauch im Schnitt 6 l bleifreies Normalbenzin/100 km (nach meiner Fahrweise im Stadtverkehr bis 7,5 l, Landstraße ca. 6 l, bei Dauervollgas auch schon mal 8,5 l) Ölverbrauch auch nach 75 000 km: Was ist das? Vorne Doppelscheibenbremse, hinten Einfachscheibe Rahmen etc. ist sonst wie bei der 900er Kastenschwinge mit integriertem Kardanantrieb (nie wieder Ölfinger). Stahlflexbremsleitungen vorne und hinten Koni hinten z.Zt. mal wieder mit Metzeler bereift hohe und niedrige Scheibe Doppel- und Einzelsitzbank |
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Ja gut: Über das ästhetische Erscheinungsbild
läßt sich vortrefflich streiten, denn es ist ein Brot- und-Butter-Motorrad, ein Reiskocher halt. Aber als Student kann man sich noch nicht die Traumitalienerin leisten - weder die eine noch die andere. Aber was wahre Liebe so alles möglich machen soll... wir werden sehen.
Immerhin wurde die Maschine ein wenig beschnitten: Der serienmäßige Schneeschieber vor den vier hübschen
doppelwandigen Krümmern (unverfärbable) ist längst ab, ansonsten ist es mir relativ wurscht, wie die Maschine aussieht.
Über den hohen ästhetischen Wert von Speichenrädern brauchen wir wohl nicht zu diskutieren.
Das alte furchtbare Bild (mit einer Billig-Webcam aus dem Fenster meiner ehemaligen Erdgeschoßwohnung aufgenommen) zeigt übrigens die Herbstausstattung mit hoher Scheibe, Doppelsitzbank, (noch) dem Blättersammler und den alten Auspufftüten. |
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Die alte XJ (Nachfolger ist die
Diversion) ist ein recht genügsames Gefährt, mit dem man recht
gemütlich im fünften Gang bei 1500 U/min durch die Stadt
rutschen kann, das aber abgeht wie Schmidt´s Katze, wenn man die
Kolben mal richtig fliegen lässt. Ab 3000 U/min geht's kräftig los
und bei 6000 geht es auf einmal ab wie auf einer Rakete. Dann ist die Leistungsentwicklung
gleichmäßig bis auf ca 9000 U/min. Der gelbe Bereich fängt bei 9.500 U/min an,
dann fliegt sie nach Tacho knappe 220 Sachen. Reicht dann auch! (Die XJ 600 Diversion wiegt den Mangel an PS dann durch einen sechsten Gang etwa wieder auf. Aber das heißt: Schalten, schalten, schalten, und immer an die Kupplung denken!) Ansonsten ist das Motörchen schön schmal gebaut, relativ schrauberfreundlich und eine sowohl optisch als auch akustisch angenehme Erscheinung. |
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Mir sind (nicht nur für lange Strecken) solche
Näh-, bzw. Drehmaschinen (Heulsusen, sagte mein Freund Carsten
der eine BMW fährt, der muß es ja wissen, mit seiner Gummikuh)
einfach lieber als XTs, SRs oder sonstige Eintöpfe, die einfach
alles abschütteln. Erfahrungsgemäß betrifft das nicht nur
unwesentliche Teile wie Nummernschild, Spiegel und Lampen,
sondern auch auch wesentlichere Dinge wie Simmerringe oder
Fußrasten. No more Schrott please! Ansonsten: Trotz ihres Gewicht von 245 kg leer ist die Maschine noch wendig genug für zügigen Stadt- und Landstraßenverkehr, wegen ihres Gewichts durchaus tourentauglich und besitzt ein ausgesprochen angenehmes Brummeln. Kommt ein bißchen Brot-und-Butter-mäßig rüber, o.k., aber dafür passen auch größere Menschen bequem drauf, ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei Japanern. Allerdings wäre auf Langstrecken ein etwas höherer Lenker in Erwägung zu ziehen, da Menschen von etwa 1,80 m sonst schon sehr langgestreckt sitzen. Das geht mit der Zeit auf die Handgelenke. |
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Gimmicks: Choke am Lenker, eingebaute
(Digital-) Uhr und Tankanzeige. Ja, ich weiß, das ist nix für
Puristen, aber ich find es ganz angenehm, wenn man im Berliner
Baustellenstau mal kurz im Cockpit nach der Zeit guckt und dann
seine weitere Fahrstrategie anpassen kann... Einziger Nachteil
der Maschine, den ich bis jetzt festgestellt habe: Mit Schränken
dran (auch Koffer genannt), wird sie in der Lenkung so flatterig,
daß man nicht mehr freihändig fahren kann. Aber das ist doch
ein eher marginaler Nachteil, oder? Ansonsten läßt die Straßenlage,
besonders die Wendigkeit in engen schnellen Kurven, nicht viel zu wünschen übrig. Sonstiges Zubehör: Einpersonensitzbank (aber keine prollige, sonder eine richtig hübsche), H & B Kofferträger sowie zwei 40-l-Koffer aus schwarzem Kunststoff (da passen dann auch die Helme rein), für den Sommer noch 'ne kleinere Windschutzscheibe, die weniger Stabilität bei hohem Tempo gibt, aber dem Fahrer den Dreck besser aus dem Gesicht hält als die hohe Scheibe. |
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Und was fahrt Ihr so?
Und welche netten Ausflugsstrecken kennt Ihr in Berlin und Umgebung?
Ich würde mich über Tips und Kontakte freuen.
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Na, läuft Dir da nicht das Wasser im Munde zusammen? Wer Spaß an Alpentouren hat, dem empfehle ich Carstens Motorradseite, wo er unsere Alpentour im September 97 aufgezeichnet hat. Die Tour führte uns durch Österreich, Liechtenstein, die Schweiz und Italien, und Carsten hat ein wunderschöne gestaltete Seite daraus gebaut, die mit Fotos, Text und vor allem nützlichen Links, etwa zu Wetterkameras und Satellitenbildern, Regionalinformationen und guten Adressen für Motorradfahrer nur so gespickt ist! Hinsurfen! |